Architektur, Kunst und Natur - Wehrmann Ziegel verbindet diese drei Anliegen miteinander. 140 Jahre stehen für beständige Weiterentwicklung des bewährten Wissens und für mutige Innovation. Und für tatkräftige Widerstandsfähigkeit gegenüber Rückschlägen. Heute ist Wehrmann Ziegel ein ökologisch arbeitendes, leistungsstarkes Unternehmen mit hohen Qualitätsmaßstäben. Der eingeschlagene Weg gibt die Richtung vor: Innovation und Flexibilität sind die Pfeiler, zwischen denen wir unser Werk ausbauen. Um auch in Zukunft ihren Vorstellungen und Wünschen gerecht zu werden.
Landwirt Johann Heinrich Dörgeloh gründet die Ziegelei. Die Rohstoffgewinnung erfolgt mit Spaten und Schubkarre aus den eigenen Ländereien.
Ziegelmeister Heinrich Wehrmann pachtet die Ziegelei von Dörgeloh. Als "lippischer Wanderziegler" verfügt er über die entscheidenden Kenntnisse der Materialmischung und der Brennerei, um den Betrieb gegen die zahlreichen Ziegeleien der näheren Umgebung konkurrenzfähig zu machen. In diesem Jahr werden 360.000 Steine und 10.000 Pfannen hergestellt.
Heinrich Wehrmann, jun. kauft die Ziegelei.
Heinrich Wehrmann sen. stirbt im Alter von 88 Jahren. Wenige Tage später wird der Lokschuppen durch eine Bombe zerstört.
3.000 m Feldbahn müssen zur Einschmelzung für Kriegsmaterial abgegeben werden.
Bei Kämpfen zwischen den einrückenden englischen Truppen und der SS wird die Ziegelei zu dreiviertel zerstört.
Der Ziegelbetrieb wird nach schwierigem und mühsamem Wiederaufbau erneut aufgenommen. Vorrangig ist durch die Kriegsschäden die Dachziegelproduktion.
Das Werk wird erweitert und modernisiert. Hermann Meier heiratet Gesine Wehrmann und tritt in das Unternehmen ein.
Vermutlich durch Selbstzündung brennt die Dachziegel-Trocknung ab. Es folgt ein Wiederaufbau mit weiterer Modernisierung.
Erweiterung und Modernisierung, bei der auch Teile der heutigen Anlage entstehen. An die Stelle des altmodischen Ringofens tritt ein moderner, vollautomatischer Tunnelofen. Damit ist die Zeit der Loren und Schubkarren vorbei. Der neue, mit Gas betriebene Ofen arbeitet nicht nur effizienter, sondern auch energiesparender und umweltschonender.
Hermann Meier, der Schwiegersohn von Heinrich Wehrmann, übernimmt den Betrieb. Die Herstellung von Dachziegeln wird eingestellt. Gleichzeitig wird die Produktion von Vormauerziegeln ausgeweitet.
Hans-Heinrich Meier tritt in den Betrieb ein.
Die Feldbahn wird stillgelegt. An ihrer Stelle transportieren jetzt LKWs den Ton zum Werk. Wehrmann Ziegel beteiligt sich an einem Ziegelverkaufskontor in Nienburg.
Neubau einer Trocknerei für Vormauerziege. Heinrich Wehrmann jun. stirbt mit 81 Jahren.
Ausstieg aus dem Ziegelverkaufskontor. Wehrmann Ziegel nimmt den Vertrieb in eigene Hände: Eine Handelsvertretung für Dachziegel und ergänzende Klinkerprodukte wird angegliedert. Neben der Strangpresse wird eine Backsteinpresse für Wasserstrichoberflächen installiert.
Eröffnung der Weyher Ziegeldiele in Sudweyhe, auf dem Werksgelände. Hier wird die gesamte Angebotspalette von Wehrmann Ziegel präsentiert.
Vergrößerung des Firmengeländes um 1,5 ha. Bau eines neuen Lagerplatzes.
Verlängerung der Ofenhalle - dem Herzstück jeder Ziegelbrennerei.
Verlängerung des Ofens. Neubau einer Halle mit Trocknerei und Modernisierung der Backsteinpresse und der Transportanlage.
Mit dem "Skulpturengarten" unterstützt Wehrmann Ziegel zum ersten mal junge Künstler bei ihrer Suche nach neuen Ausdrucksformen. Unter der Leitung von Prof. F. Vehring von der HfK in Bremen entstehen auf dem Gelände des Keramions in Frechen 11 Kunstwerke aus Backstein.
Neubau der Pressenanlage für stranggepreßte Steine.
Unter den Händen der Künstlerin Mariel Andrea Tarela entstehen auf dem Betriebsgelände Skulpturen für eine Ausstellung im Bremer Wagenfeldt-Museum.